Besser spät als nie - Wildkräutersalz selbstgemacht!

Eigentlich habe ich es ja schon ganz früh im Frühjahr gemacht - mein erstes Wildkräutersalz. Nach einem Rezept, das ich in einem Forum gefunden habe.

Leider komme ich erst jetzt dazu, meinen Blogartikel dazu zu schreiben....

Aber es ist noch nicht zu spät dazu im Jahr! Wer will, kann es immer noch nachmachen. Und die Ausbeute an Kräutern ist um diese Jahreszeit größer.

Die gesammelten Kräuter für das Wildkräutersalz
Kräutersalz, Wildkräuter, Sabine Weber Heilpraktikerin

Bärlauch, Petersilie, wilder Rettich, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Purpurnessel, Giersch, Klettenlabkraut, Löwenzahn, Schafgarbe, Brennnessel, Scharbockskraut, Beifuß, Buchen- und Birkenblätter, Majoran und Gundermann.

Ein Kranz voller Gesundheit und Vitalstoffen wird auf einfache Weise zu einem schmackhaften Küchengewürz verarbeitet.

Bärlauch, der unter anderem gut ist für die Schwermetallausleitung gibt es um diese Jahreszeit natürlich nicht mehr, er hat sich bereits in seine Zwiebel zurück gezogen um uns im nächsten Frühjahr wieder zu begrüßen und z. B. mit schmackhaften Bärlauchbroten unser Blut zu reinigen. Klettenlabkraut, das im Frühling noch ganz zart ist und sehr gut schmeckt, ist jetzt bereits viel zu hart und auch die Buchen- und Birkenblätter sind jetzt nicht mehr zum Essen geeignet. Gerade die ersten Buchenblätter schmecken angenehm säuerlich. Auch das Scharbockskraut mit seinem sehr hohen Vitamin C Gehalt ist jetzt  nicht mehr genießbar. Der Name Scharbockskraut kommt übrigens von Scharbock, eine alte Bezeichnung für Skorbut. Mit diesem Kraut im ersten Frühjahr genossen gingen wohl auch der Skorbut, also die Vitamin-C-Mangelerscheinungen zurück.

Dafür gibt es jetzt schon die ersten Ringelblumenblüten, die wir unter das fertige Salz als Farbtupfer mischen können.

Und nun zum Rezept:

Die gesammelten Kräuter eventuell kurz waschen und trocken tupfen. Dann besser grob in Stücke schneiden und mit einem guten Salz mixen. Ich habe das erst im großen Mixer versucht, was aber gar nicht ging. Dann habe ich es mit dem Pürierstab klein bekommen, der aber ganz schön zu arbeiten hatte.

Mittlerweile habe ich so einen kleinen Peronal Blender und ich hoffe, dass es nächstes Jahr damit geht.

Die Kräuterfrau, von der ich das Rezept habe, macht es mit der Moulinette und hat gute Erfahrungen damit.

Dann wird das Salz, das sich nun mit dem Kräutersaft tränkt getrocknet. Man kann das im Dörrgerät (unter 40°C) machen, damit die Enzyme erhalten bleiben. Ich habe kein solches und habe es deshalb auf meinen Dörrrahmen, die ich auf die Küchenkästen oben lege, gemacht. Wenn der Holzofen an ist, steigt ja die warme Luft nach oben und es ist optimal zum Dörren. Allerdings ist mir da ein Teil des Salzes durchgerieselt. Das nächste Mal lege ich vielleicht Küchenkrepp oder ein Geschirrtuch unter.

Damit es wirklich schön wird, so laut Originalrezept kann man im Sommer noch Blüten z. B. von Kornblume und Ringelblume trocknen und separat dazu geben.

Kräutersalz auf dem Dörrrahmen
Kräutersalz, Wildkräuter, Sabine Weber, Heilpraktikerin

Das trockenen Kräutersalz auf dem Dörrrahmen.

Es war etwas klumpig, deshalb habe ich es nochmal im Mixer zerkleinert, bis es schön pulvrig wurde.

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    alxandra (Donnerstag, 17 August 2017 16:03)

    vielleicht könnte ihnen diese recht genaue Anleitung für Bärlauchsalz von der Rohkostlady weiterhelfen. Es lässt sich, zumindest teils, sicherlich auch auf ihr persönliches Wildkräutersalz umsetzen.

    http://rohkostlady.de/baerlauchsalz-ganz-einfach-selbst-gemacht/

    Mit freundlichem Gruss
    alx wi./rheinfelden-CH

  • #2

    alxandra (Donnerstag, 17 August 2017 16:24)

    PS:

    Tschuldigung, da hatte ich was verwechselt!

    Hier bei Dr. Vogel steht das wichtige, übers ↓

    "Kräuter kleinscheiden".

    [ http://www.avogel.ch/de/ihre-ernaehrung/salz/kraeutersalz/kraeutersalz-selber-machen.php]

    LG
    alxandra wi.

    Ach, und danke für ihr sehr schönes Rezept. Was halten Sie denn davon nun auch Bibernellen-Samen, oder die des Mädesüß, oder auch des Bärenklaus (halt all dieser weissen Doldenblütler) zu Salz zu verarbeiten? Auch die Vogelmiere soll sich ganz toll dazu eignen. (Mut der gibt es auch ganz tolles grünes Brot, indem man ins benötigte Wasser das Kraut einweicht, und ausdrückt, und dann dieses Wasser ganz normal weiterverwendet. Habe es aber nie selbst ausprobiert, weil ich kein Brot backen kann.)

    Herzlichst,
    a. ❀

  • #3

    Sabine Weber (Freitag, 25 August 2017 11:11)

    Ja danke für die schönen Tipps und Ideen.
    Probieren geht über Studieren und solange man sich a bissserl auskennt mit Pflanzen und bei all den schönen Doldenblütlern die giftigen, w. z. B. den Schierling oder den Riesenbärenklau auszusortieren weiß, ja kein Problem - oder?
    Brotbacken geht im übrigen ganz einfach: 1 Teil Roggenmehl Nr. 997, 1 Teil Weizenmehl 1050, Salz, 1 Päckchen Trockenhefe, Brotgewürz, ich nehme gemahlenen Kümmel und Korinander. Alles mischen, Wasser dazu, bis ein Teig entsteht, der nicht mehr allzu klebrig ist. Dann einige Stunden an einem warmen Ort oder auch kühl über Nacht stehen lassen.
    Dann den Teig in Portionen teilen, nochmal durchkneten mit etwas Mehl und in Gärkörbchen legen, die mit einem bemehlten Tuch ausgelegt sind. Ich nehme dazu übrigens, mangels Gärkörbchen, Salatschüsseln. Den Teig abdecken und nochmals gehen lassen, bis der Teig schön aufgegangen ist.
    Dann auf ein Backblech stürzen mit Backpapier drunter und bei 180 Grad Umluft erst mal 45 Minuten backen. Da ich immer zwei Bleche, á 2 Laib Brot backe, tausche ich nach dieser Zeit die Bleche aus. Oben kommt nach unten und umgekehrt. Dann nochmal so 40 Minuten backen.
    Gibt ein tolles Brot.
    Bitte nicht nach Mengenangaben oder Grammangaben fragen. Ich mach das alles nach Gefühl, das sich aber recht bald einstellt. Hier darf jeder selbst probieren!